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Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Das wahrscheinlich erlogenste Musical der Welt


Musik von Martin Lingnau
Texte von Heiko Wohlgemuth nach dem gleichnamigen Buch von Walter Moers 

 


Inszenierung


Uraufführung: 26. Oktober 2006 
Blaubär-Musical-Palast, Köln, Bundesrepublik Deutschland
 

  • Musikalische Leitung: Ferdinand von Seebach
  • Regie: Zapo Schwalbe
  • Choreografie: Andrea Heil
  • Bühnenbild: Sam Madwar
  • Kostüme: Martina Feldmann
  • Puppenbau: Carsten Sommer
  • Großkostüme: MatoArt
  • Sounddesign und Soundeffekte: Justus Kopanski
  • Lichtdesign: Alexandra Ehrlitzer


Besetzung:

  • Blaubär: Sven Prüwer / Björn Klein
  • Groot / Stollentroll: Nik Breidenbach
  • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller / 2. Besetzung Groot & Stollentroll: Stefan Stara
  • Chemluth Havanna: Oliver Parchment
  • Wahnsinn / Yeti: Arthur Büscher
  • Fredda / Tratschwelle / Dance Captain: Barbara Tartaglia
  • Smeik / Tratschwelle: Pamela Zottele
  • 16 U / 2. Besetzung Fredda & Tratschwelle: Peggy Pollow
  • Blaubärmädchen: Jasmin Madwar
  • Qwert / Swing / 2. Besetzung 16 U: Jenny Winkler
  • Akrobat: Benjamin Pfeiffer
  • Ensemble: Daniela Grubert
  • Ensemble / 2. Besetzung Smeik & Tratschwelle: Jessie Roggemann
  • Ensemble / 2. Besetzung Blaubärmädchen & Qwert: Janine Tippl
  • Swing / 2. Besetzung Prof. Dr. Abdul Nachtigaller & Wahnsinn & Yeti: Pascal Illi
  • Ensemble: Tobias Roloff
  • Ensemble / 2. Besetzung Chemluth Havanna: Oliver Pauli
  • Ensemble / 2. Besetzung Blaubär & Groot & Stollentroll & Wahnsinn & Yeti: Oliver Sekula
  • Blaubär Erzählstimme (off): Wolfgang Völz
  • Mac, Rettungssaurier (Stimme off): Karl Dall

 

 

Premierenchronik

D UA 26.Oktober 2006 Blaubär-Musical-Palast, Köln

 

 

Inhaltsangabe


"In einer Nussschale treibt der kleine Blaubär auf dem Zamonischen Ozean. Zwergpiraten retten ihn und nehmen ihn in ihre Mannschaft auf. Als er im Laufe der Jahre zu groß für ihr Schiff wird, setzen sie ihn aus. Auf dem Meer trifft er die Tratschwellen, die ihm das Sprechen beibringen und von Atlantis erzählen - der Stadt, in der vielleicht noch andere Blaubären leben. Als sein Floß unterzugehen droht, nimmt ihn Mac, ein Rettungssaurier, mit. Beide werden Freunde. Mac liefert ihn schließlich in der Nachtschule von Prof. Nachtigaller ab. Dort lernt er Groot, den Schweinsbarbar, Fredda, die Berghutze und Qwert Zuiopü, den Prinzen aus der 2364. Dimension, kennen.

Am Ende seiner Schulzeit wird Blaubär auf den Weg durchs Stollenlabyrinth von einem fiesen Stollentroll in die Irre geführt. Trugbider locken ihn tief in den Finsterbergwald. Zum ersten Mal sieht er eine Blaubärin und ist sofort verliebt - leider nur eine Illusion, ausgelöst durch das Sekret einer Waldspinnenhexe. Nach etlichen Abenteuern hilft ihm die schlechte Idee, 16 U, dem Wahnsinn zu entkommen. Endlich erreicht er Atlantis, wo Smeik, die Haifischmade, aus ihm den erfolgreichsten Lügengladiator Zamoniens macht. In seinem letzten Lügenduell trifft er auf den Stollentroll. Nur wenn er ihn besiegt, kann er das Rätsel seiner Herkunft lösen und seine große Liebe finden."

(Thorsten Zarges: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär  - Ohne den Charme der Vorlage. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 122, Dezember 2006/Januar 2007, Seite 16-18)

 

 

Kritiken


"Die Songs von Heiko Wohlgemuth und Martin Lingnau erinnern an Grand-Prix-Beiträge der siebziger Jahre, sagen wir einmal aus Luxemburg. Sie gehen sofort ins Ohr, machen zwölf Punkte und scheren sich nicht darum, ob man sie auch in irgendeinem anderen Zusammenhang ertragen würde. Für ein Pop-Musical - und das ist eben nicht der operettenhafte Lloyd-Webber-Stil - sind das ideale Voraussetzungen."

Daniel Kothenschulte: Die schlechten Ideen sind die besten - Das "Käpt'n Blaubär"-Musical rettet einiges von Walter Moers' Wortakrobatik in die leichte Form. In: Frankfurter Rundschau, 28. Oktober 2006.

 

"Die "schlechte Idee" ist rundlich, blau, hat ängstlich aufgerissene Augen und kleine Arme und Beine. Und sie ist eins von den vielen Wundern dieses Abends. Die Musical-Fassung von Walter Moers' Bestseller "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", die jetzt im Blaubär-Musical-Palast am Kölner Südstadion ihre Uraufführung erlebte, überwältigt mit einer solchen Fülle von fantastischen Effekten, dass auch Erwachsene vor Staunen der Mund offen stehen bleibt."

Barbro Schuchardt: Das Wunder von Zamonien - Käpt'n Blaubär im Musical - Uraufführung begeisterte. In: Kölnische Rundschau, 28. Oktober 2006.

 

"Und so kennen wir ihn auch: blaue Hose, roter Strickpullover, lange Nase, blaues Fell. Aber in Hose, Pullover, Nase und Fell steckt natürlich nicht Wolfgang Völz, der als Musical-Akteur mutmaßlich keine Offenbarung wäre, sondern Sven Prüwer. Die Stimme von Völz kommt vom Band, und mehr als zwei Minuten redet er insgesamt nicht. Dann nimmt Prüwer die Bärenmaske ab, um besser singen zu können, und spielt fortan zwar in Hose, Pullover und Fell, aber ohne Maske und mit eigener Stimme - ein Blaubär mit Menschenkopf. Das Schöne ist, daß  man sich daran bald nicht mehr stört, denn aus der Bühne wird eine Theaterwunderkammer."

Andreas Platthaus: Sei entspannt, Saurier - "Käpt'n Blaubär"-Musical". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Oktober 2006. 

 

 

Medien

 

Audio-Aufnahmen

  • CD OC Köln, 7hz Recordings (Rough Trade), 2007

 

Literatur

  • Walter Moers "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", Penguin Verlag; Jubiläumsausgabe Auflage (9. September 2019)

 

Empfohlene Zitierweise


"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 21. August 2020.