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De wohre Störtebeker

Moritat in 3 Bildern


Musik von Dieter Salbert
Text von Kris Tollen 
Plattdeutsch von Ulf-Thomas Lesle

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 27. April 1986 
Ohnsorg-Theater, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Jasper Vogt
  • Regie: Wolfgang Schenck
  • Bühnenbild: Uwe Thill
  • Kostüme: Henriette Meding-Knetter

 

Besetzung:  

  • Henker / Erzähler: Jochen Schenck
  • Klaus Wismar, genannt Störtebeker: Jürger Lederer
  • Kattrin, Stadtamme: Hilde Sicks
  • Magister Wigbold: Hanno Thurau
  • Bürgermeister: Rolf Bohnsack
  • Susanna, seine Tochter: Antje Schröder
  • Klaus Schocke: Willem Fricke
  • Simon von Utrecht: Manfred Bettinger
  • 1. Chorist: Gerd Marohn
  • 2. Chorist: Karin Büchel
  • Modenschau: Monika Arndt

 

 

 

 

Premierenchronik

D UA 27. April 1986 Ohnsorg-Theater, Hamburg

 

 

 

Inhaltsangabe


"Verschreckt hocken die Menschen in ihren Häusern, denn draußen auf dem Meer lauert der fürchterliche Seeräuber Störtebeker! Brav zahlen die Bürger Steuern zur Verteidigung der Stadt. Nur wenige wissen: Es gibt ihn gar nicht! Lediglich einen verkrachten Komödianten, angeheuert vom Senat, um von der allgemeinen Finanzmisere abzulenken.
Dem Schauspieler freilich gefällt seine Rolle immer besser."

Verlagsangaben vom Bühnenverlag Ahn & Simrock, Hamburg, 2022.

 

 

 

 

Kritiken

 
"Bugartig schieben sich zwei Spiegelwände im stumpfen Winkel auf die Bühne des Ohnsorg-Theaters, reflektieren in beinahe zynischer Schärfe die ersten Reihen des Publikums. Einstimmung auf ein Stück, das die Demontage von Heldenmythos und -verehrung betreibt. 'De wohre Störtebeker" von Kris Tollen, Moritat in drei Bildern, decouvriert in dieser Uraufführung an der Person des Schlagetods Störtebeker Heroentum und Denkmalpflege. [...] Wirklichkeit und Phantasie, Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft mischen sich in einem satirisch-witzigen Bilderbogen mit der bitteren Essenz, daß der Mensch wohl ohne Feindbilder nicht leben kann und nicht ohne 'Helden'.

[...] Das gesamte Ensemble folgte den kargen, beinahe holzschnittartig konstruierten Bewegungsabläufen, die in ihrer Geradheit dem Bühnenbild Uwe Thills vollkommen entsprachen. Schwarzweiß mit rot als Signalfarbe, Diaprojektionen, ein Minimum an Dekorationen schaffen eine zeitlose Atmosphäre."

Monika Nellissen: Der Held als Plankenschrubber. Am Ohnsorg-Theater wurde Tollens "De wohre Störtebeker" uraufgeführt. In: Die Welt, 29. April 1986.

 

 

 

 

Kommentar

 
Der Norddeutsche Rundfunk hat "De wohre Störtebeker" in einer Aufzeichnung vom 2. November 1986 in seinem Fernsehprogramm ausgestrahlt.

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"De wohre Störtebeker". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 21. Januar 2022.